{"id":1566,"date":"2010-06-17T16:41:23","date_gmt":"2010-06-17T15:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/antonio-justo.eu\/?p=1566"},"modified":"2010-06-17T16:41:23","modified_gmt":"2010-06-17T15:41:23","slug":"ost-timor-timor-loro-sae-hintergrunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antonio-justo.eu\/?p=1566","title":{"rendered":"Ost-Timor (TIMOR LORO SAE) &#8211; Hintergr\u00fcnde"},"content":{"rendered":"<p>Ant\u00f3nio Justo<\/p>\n<p>34134 Kassel<\/p>\n<p>Fax. 407783<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>HNA<\/p>\n<p>Abt. Leserbriefe<\/p>\n<p>Frankfurterstr. 168<\/p>\n<p>34211 Kassel\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kassel, den 30. 10. 96<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Betreff: <\/strong>Ihr<strong> <\/strong>Artikel &#8220;Indonesien-Besuch: Milliarden-Vertr\u00e4ge unterzeichnet&#8221;, bzw. Vorspann:\u00a0\u00a0 &#8220;Nobelpreistr\u00e4ger sagte Treffen mit Kohl ab&#8221;, vom 29. 10. 96<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der ebenso mutige wie sanftm\u00fctige Friedensnobelpreistr\u00e4ger Bischof Carlos Ximenes Belo hat durch seine Absage an das Treffen mit Kohl in Indonesien der westlichen Welt eine Lektion erteilt. Carlos Belo war mein Kollege bei den Salesianern in Portugal. Von daher meine ich, seine Haltung zu kennen. Er wei\u00df, da\u00df das, was Bundeskanzler Kohl bewegt, wirtschaftliche Interessen sind und nicht die Verteidigung des bedrohten Volkes und der bedrohten Kultur Osttimors, geschweige denn eine gesamtheitliche Politik. W\u00e4re er der Einladung Kohls in Indonesien gefolgt, w\u00fcrde dies bedeuten, da\u00df Belo die indonesische Herrschaft \u00fcber Osttimor anerkennt. Kohls &#8220;Einsatz&#8221; f\u00fcr eine &#8220;friedliche &#8230; L\u00f6sung des Problems&#8221; in Osttimor klingt ohne \u00dcberzeugung und pflichtgem\u00e4\u00df, da ein Ansprechen dieses Themas von der Welt\u00f6ffentlichkeit nun erwartet wurde.<\/p>\n<p>Der Bischof kann nicht vergessen, wie die Welt es zul\u00e4\u00dft, da\u00df die indonesische Regierung bereits ein Viertel der ehemals 700.000 Bewohner Osttimors get\u00f6tet hat. Die indonesischen Truppen mordeten wahllos M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Sie riegelten die Insel v\u00f6llig von der Au\u00dfenwelt ab, vernichteten die Ernten und verboten das Bestellen der Felder, um den Widerstand der Bev\u00f6lkerung durch Hunger zu brechen. Die indonesische Regierung erstellte ein Programm zur zwangsweisen Sterilisierung der osttimoresischen Bev\u00f6lkerung, errichtete Sammellager, verbannte die Hilfswerke von der Insel und versuchte, durch systematische Ansiedelung von moslemischen Indonesiern auf Osttimor auf lange Sicht die ethnisch und kulturell v\u00f6llig sich von den Indonesiern unterscheidenden Einheimischen zur Minderheit im eigenen Land zu machen. Trotz aller Grausamkeiten konnten die indonesischen Milit\u00e4rs den Widerstand der Osttimoresen bis heute nicht brechen. Der Bischof wei\u00df, da\u00df die BRD der zweitwichtigste Waffenlieferant Indonesiens nach den USA ist und die Indonesier in der UNO unterst\u00fctzt. Auf Betreiben der Bundesregierung wurde Osttimor 1986 von der &#8220;Schwarzen Liste&#8221; der UNO-Menschenrechtskommission gestrichen, obwohl die UNO die Annexion Osttimors durch Indonesien nicht anerkennt und somit ausdr\u00fcckt, da\u00df die Invasion gegen das V\u00f6lkerrecht verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Zusammen mit seinem Volk f\u00fchlt sich Bischof Belo sicher vergessen und verraten von der Weltgemeinschaft. Die Entt\u00e4uschung wird noch verst\u00e4rkt durch die Tatsache, da\u00df die Osttimoresen auf eine fast 500 Jahre alte christliche &#8211; also in den Wurzeln abendl\u00e4ndische &#8211; Tradition zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen. Diese Tradition wird nun mit stillschweigender Einwilligung oder sogar Hilfe der westlichen Welt auf billige Weise vernichtet. In Osttimor betrachtete man den Westen aufgrund eben dieser Gemeinsamkeit mit freundschaftlichen Gef\u00fchlen, zumal die portugiesische Herrschaft in Osttimor vom 16 Jahrhundert bis 1975 keine Ursache zu Ressentiments gab. In der osttimoresischen Mythologie erschienen die Portugiesen sogar als Br\u00fcder. (Tats\u00e4chlich war Portugal das einzige westliche Land, das immer wieder versuchte, die Welt\u00f6ffentlichkeit bez\u00fcglich des indonesischen V\u00f6lkermords in Osttimor zu alarmieren, jedoch ohne Erfolg.)<\/p>\n<p>Die Meinung, da\u00df man auf &#8220;moralisierende&#8221; Au\u00dfenpolitik verzichten soll, weil unsere Interessen wirtschaftlicher Natur sind, ist kurzsichtig, inhuman und s\u00e4gt auf dem eigenen Ast.<\/p>\n<p>Es kann nicht sein, da\u00df der Schmerz der anderen der Preis sein mu\u00df f\u00fcr unser Wohlergehen. \u00d6konomie, die die Augen verschlie\u00dft vor Menschenrechtsverletzungen und Diktatur ist ein Verrat an der eigenen Kultur und bedeutet letztlich die eigene kulturelle Zersetzung.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ant\u00f3nio Justo<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ant\u00f3nio Justo,<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ich bitte, den folgenden Artikel zu publizieren bzw. weiterzuverbreiten, auch in gek\u00fcrzter Form. Im Falle einer Ver\u00f6ffentlichung bitte ich um Zuschickung des Artikels an mich, um ihn weiterzuleiten<\/p>\n<p>Wenn Interesse an direkter Hilfe besteht, so habe ich die M\u00f6glichkeit, Kontakt zu meinem fr\u00fcheren Kollegen Friedensnobelpreistr\u00e4ger Carlos Belo herzustellen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> Hintergr\u00fcnde zum V\u00f6lkermord\u00a0 in Ost-Timor (TIMOR LORO SAE) <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Ost-Timor ist ein Volk, da\u00df seit 25 Jahren der Willk\u00fcr und Verfolgung Indonesiens ausgesetzt ist. \u00dcber 250.000 Menschen (ein Drittel der Gesamtbev\u00f6lkerung) wurden bisher get\u00f6tet bzw. in den Tod getrieben. Dies alles geschah unter der stillschweigenden Annahme der Welt\u00f6ffentlichkeit, die die Augen davor verschlo\u00df. Die Welt akzeptiert offensichtlich, da\u00df die religi\u00f6s-kulturelle Einheit Indonesiens durch Repression und Durchsetzung des Islam als Einheits- und Identifikationsgrundlage\u00a0 geschaffen wird, wobei Indonesien fr\u00fcher sehr plural in seinen Ethnien und Anschauungen war.<\/p>\n<p>Indonesische Truppen mordeten im Laufe der letzten Jahrzehnte wahllos M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Sie riegelten die Insel v\u00f6llig von der Au\u00dfenwelt ab, vernichteten die Ernten und verboten das Bestellen der Felder, um den Widerstand der Bev\u00f6lkerung durch Hunger zu brechen. Sie benutzen timoresische Jugendliche als Schutzschilder. Die indonesische Regierung erstellte ein Programm zur zwangsweisen Sterilisierung der osttimoresischen Bev\u00f6lkerung, errichtete Sammellager, verbannte die Hilfswerke von der Insel und versuchte, durch systematische Ansiedelung von moslemischen Indonesiern auf Ost-Timor auf lange Sicht die ethnisch und kulturell v\u00f6llig sich von den Indonesiern unterscheidenden Einheimischen zur Minderheit im eigenen Land zu machen.<\/p>\n<p>Dem Druck von seiten des indonesischen Staates hat sich Ost-Timor, das \u00fcberwiegend von Christen und Animisten bewohnt wird, fr\u00fcher wie auch jetzt nicht gebeugt.<em> <\/em>Indonesien stimmte<em> <\/em>trotz seines Terrors und der Einsch\u00fcchterungen dem Volksentscheid \u00fcber den Status Ost-Timor zu unter Beobachtung der UNO. Ost-Timor vertraute dabei auf die UNO. Das osttimoresische Volk hat mit 78,5 % trotz massiven Widerstands Indonesiens f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit gestimmt. Daraufhin kamen mehr indonesische Soldaten ins Land und r\u00e4chten sich mit ihren alliierten Milizen. Die Hauptstadt Dili wurde angez\u00fcndet und gepl\u00fcndert. Jetzt gleicht sie einer Geisterstadt. Die Menschen wurden zu Tausenden get\u00f6tet und in die Berge getrieben, um dort zu sterben oder nach Ost-Indonesien deportiert zu werden.<\/p>\n<p>Beobachter der UNO sprachen von einer \u201eH\u00f6lle auf Erden\u201c und verliessen das Land. M\u00f6gliche internationale Zeugen mussten das Land verlassen. Das Volk wurde nochmals verraten und der Soldateska Indonesiens \u00fcberlassen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die \u201ewohlmeinende\u201c Welt, die UNO und westliche Staaten unterjochen sich dem Willen Indonesiens, obwohl Indonesien 1975 unrechtm\u00e4\u00dfig Ost-Timor okkupiert hat und sich schlimmer als die Serben im Kosovo verh\u00e4lt. Im Moment sind ca. 200.000 Menschen auf der Flucht, 400.000 wurden ausgesiedelt. Volk, Priester und Nonnen werden entf\u00fchrt und get\u00f6tet, Kirchen und kirchliche Institutionen gepl\u00fcndert und in Brand gesetzt. Sch\u00e4tzungsweise 7.000 &#8211; 20.000 Menschen wurden in den letzten Tagen get\u00f6tet.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<h1>Die Reaktion des Westens<\/h1>\n<p>Wo war die UNO die ganze Zeit geblieben?\u00a0 Wo sind diejenigen, die sich auf Menschlichkeit berufen? Deutschland und die anderen westlichen L\u00e4nder sind nur an der \u00d6konomie interessiert. Es ist unglaublich, da\u00df Au\u00dfenminister Joschka Fischer sagt, man solle \u201eIndonesien nicht destabilisieren\u201c. Durch diese \u00c4u\u00dferung rechtfertigt er den V\u00f6lkermord auf Ost-Timor.<\/p>\n<p>Es ist zynisch, der Besatzungsmacht alles zu \u00fcberlassen und zur Gewissensberuhigung der indonesischen Regierung vorschnell Glauben zu schenken. Die Hunderttausenden von Toten waren nur m\u00f6glich durch ein solches heuchlerisches Verhalten. Der Westen und besonders Deutschland macht sich zum Komplizen an der Vernichtung der Ost-Timoresen und ihrer Kultur. (Dasselbe Verhalten zeigte der Westen w\u00e4hrend des 1. Weltkriegs gegen\u00fcber dem V\u00f6lkermord\u00a0 &#8211; 2 Mill. Menschen &#8211; an den Armeniern.) Der Westen sollte sich davor h\u00fcten, dem trickreichen Einlenkungs-Gebaren der indonesischen Regierung Glauben zu schenken, auf das der Westen immer wieder hereingefallen ist.<\/p>\n<p>Das Volk von Ost-Timor f\u00fchlt sich vergessen und verraten von der Weltgemeinschaft, obwohl es aufgrund seiner Kultur dem Westen zugetan ist.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Warum das deutsche bzw. westliche Desinteresse am V\u00f6lkermord Timors durch Indonesien?<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Indonesien wurde 1945 unabh\u00e4ngig und versucht seitdem, mit Unterdr\u00fcckung und autorit\u00e4rer Repression die Einheit der V\u00f6lker im Lande und eine Identit\u00e4t mittels Islam zu schaffen. Damals waren im Lande 61 V\u00f6lker, 360 Ethnien und 250 Sprachen. Es wurde auf k\u00fcnstliche Weise die indonesische Sprache geschaffen f\u00fcr ganz Indonesien. Indonesien hat ein Ministerium f\u00fcr Transmigrationen, das Umsiedlungspolitik treibt und angesetzt wird, um einheitlichere Ethnien oder menschliche Biotope zu zerst\u00f6ren. Nach der Okkupation\u00a0 Timors durch Indonesien 1975 wurde die Umsiedlungspolitik angewandt durch Ansiedlung von moslemischen Siedlern in einem Gebiet, das w\u00e4hrend 450 Jahren Kolonie Portugals war und mit seinem Volk von 100 Ethnien mehrheitlich christlich war.<\/p>\n<p>Nach au\u00dfen hausiert Indonesien mit dem Slogan \u201eEinheit in der Vielf\u00e4ltigkeit\u201c, nach innen praktiziert es Unterdr\u00fcckung der Ethnien, besonders der sogenannten \u201eGottlosen\u201c im Sinne des Islam, d. h. derjenigen, die keiner Buchreligion angeh\u00f6ren. Die Unterdr\u00fcckung anderer Religionen und die F\u00f6rderung des Islam als Identit\u00e4tsfaktor f\u00fcr das Land wurde mit allen Mitteln gef\u00f6rdert. So kann man die ungeheure Entwicklung des Islam im Lande erkl\u00e4ren. Die Ausrottung von Kulturen und Ethnien in Indonesien wird in Kauf genommen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Kalten Krieges war es die Strategie des Westens, in S\u00fcdostasien ein Gegengewicht gegen China zu schaffen. Indonesien bekam freie Hand und wurde Mitglied der Blockfreien. Somit konnte es unbeobachtet brutal gegen verschiedene V\u00f6lker im Lande eingreifen und seit 1975 in Timor Loro Sae mit die schrecklichsten Menschenrechtsverletzungen dieses Jahrhunderts praktizieren. Indonesien schuf dort die h\u00f6chste Arbeitslosenrate (70%) und die h\u00f6chste Sterblichkeitsrate der Welt.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die ASIAN Staaten haben sich auch als atomfreie Zone deklariert. Indonesien ist ein kleiner \u201eTiger\u201c der Region mit dem gr\u00f6\u00dften Zuwachs an Waffen und einer starken regelm\u00e4\u00dfigen milit\u00e4rischen Steigerung, obwohl es keine nat\u00fcrlichen Feinde hat.<\/p>\n<p>Indonesien ist ein starker Handelspartner Deutschlands. (1997 exportierte Deutschland 5,2 Milliarden Mark dorthin.) Deutschland sendet U-Boote, Tanker, Panzer. 1996 war das Res\u00fcmee der vergangenen 10 Jahre 600 Ausfuhren an R\u00fcstung nach Indonesien. Die BRD ist der zweitwichtigste Waffenlieferant Indonesiens nach den USA und unterst\u00fctzte die Indonesier in der UNO. Auf Betreiben der Bundesregierung wurde Ost-Timor 1986 von der &#8220;Schwarzen Liste&#8221; der UNO-Menschenrechtskommission gestrichen, obwohl die UNO die Annexion Ost-Timors durch Indonesien nicht anerkennt und somit ausdr\u00fcckt, da\u00df die Invasion gegen das V\u00f6lkerrecht verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Indonesien ist der NATO gleichgestellt, was den Waffenexport betrifft. Deutsche Panzer wurden in Timor bei Massakern gegen die ungesch\u00fctzte Zivilbev\u00f6lkerung eingesetzt. Indonesische Offiziere werden in Deutschland ausgebildet (letztes bekanntes Beispiel der Schwiegersohn von Suharto). Im September 98 wurde bekannt, da\u00df die deutsche Bundeswehr\u00a0 anstrebt, die indonesischen Milit\u00e4rs zu einer starken Streitkraft zu machen.<\/p>\n<p>Die Friedensbewegung in Deutschland ist gel\u00e4hmt. Sie scheint sich zu b\u00fcrokratisieren und es scheint ihre Strategie zu sein, sich als Vermittler aufbauen zu wollen zwischen streitenden Parteien. Ihr Schicksal scheint an das der Gr\u00fcnen gebunden zu sein.<\/p>\n<p>Ein anderer Aspekt, der das Desinteresse an den Massakern in Timor erkl\u00e4rt, ist die Ideologie der 68er, die im Islam die Religion der Unterdr\u00fcckten sah und das Christentum als Religion der Kolonisatoren.<\/p>\n<p>Die Doppelmoral in der Unterst\u00fctzung des Kosovo und der Ignorierung von Timor zeigt deutlich, da\u00df nur wirtschaftliche Interessen als Kriterium des Engagements gelten.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die Meinung, da\u00df man auf &#8220;moralisierende&#8221; Au\u00dfenpolitik verzichten soll, weil unsere Interessen wirtschaftlicher Natur sind, ist kurzsichtig, inhuman und s\u00e4gt auf dem eigenen Ast.<\/p>\n<p>Es kann nicht sein, da\u00df der Schmerz der anderen der Preis sein mu\u00df f\u00fcr unser Wohlergehen. \u00d6konomie, die die Augen verschlie\u00dft vor Menschenrechtsverletzungen und Diktatur ist ein Verrat an der eigenen Kultur und bedeutet letztlich die eigene kulturelle Zersetzung.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<h1>Aufruf zu Hilfestellung<\/h1>\n<p>Die Politiker werden aufgerufen, alles zu tun, damit der Wille des Volkes, nach Unabh\u00e4ngigkeit in Erf\u00fcllung geht. Es m\u00fcssen verst\u00e4rkt Blauhelme entsandt werden. Internationale Organisationen m\u00fcssen unverz\u00fcglich mit entsprechender Unterst\u00fctzung ins Land kommen, ansonsten wird es mehr Tote durch Hunger geben als durch Mord. Auch das Morden wird andernfalls kein Ende nehmen. Was 25 Jahre lang zerst\u00f6rt wurde, mu\u00df wieder aufgebaut werden. Die indonesischen Milit\u00e4rs und ihre Komplizen im Land m\u00fcssen wegen Menschenrechtsverletzungen beim internationalen Gerichtshof\u00a0 angeklagt werden. Die Zusammenarbeit mit dem indonesischen Milit\u00e4r w\u00fcrde wieder Destabilisierung bedeuten. Das Ergebnis der Volksabstimmung mu\u00df respektiert werden. Wenn nicht schnell gehandelt wird, werden die Indonesier weiter versuchen, das Wahlergebnis durch Ausrottung, Umsiedlung und Vertreibung des Volkes r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Wen wir der Intoleranz den Rechtsanspruch zugestehen, toleriert zu werden, dann zest\u00f6ren wir die Toleranz und den Rechtsstaat.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>(Ant\u00f3nio da Cunha Duarte Justo)<\/p>\n<p>September 1999<\/p>\n<p>********************************************<\/p>\n<p>Ant\u00f3nio Justo,\u00a0 Kassel<\/p>\n<p>A.C.Justo@t-online.de<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ich bitte, den folgenden Artikel zu publizieren bzw. als Leserbrief, auch in gek\u00fcrzter Form. Im Falle einer Ver\u00f6ffentlichung bitte ich um Zuschickung des Artikels an mich, um ihn weiterzuleiten.<\/p>\n<p>Wenn Interesse an direkter Hilfe besteht, so habe ich die M\u00f6glichkeit, Kontakt zu meinem fr\u00fcheren Kollegen Friedensnobelpreistr\u00e4ger Carlos Belo herzustellen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> V\u00f6lkermord\u00a0 in Ost-Timor (TIMOR LORO SAE) <\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong> Die Rolle des Westens bzw. Deutschlands<\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Indonesien, mit einer Bev\u00f6lkerung von 210 Millionen Einwohnern verteilt auf 9.000 Inseln,<strong> <\/strong>wurde 1945 unabh\u00e4ngig und versucht seitdem, mit Unterdr\u00fcckung und autorit\u00e4rer Repression die Einheit der V\u00f6lker im Lande und eine Identit\u00e4t mittels Islam zu schaffen. Damals waren im Lande 61 V\u00f6lker, 360 Ethnien und 250 Sprachen. Es wurde auf k\u00fcnstliche Weise die indonesische Sprache geschaffen f\u00fcr ganz Indonesien. Indonesien hat ein Ministerium f\u00fcr Transmigrationen, das Umsiedlungspolitik treibt und angesetzt wird, um einheitlichere Ethnien oder menschliche Biotope zu zerst\u00f6ren. Nach der Okkupation\u00a0 Timors durch Indonesien 1975 wurde die Umsiedlungspolitik angewandt durch Ansiedlung von moslemischen Siedlern in einem Gebiet, das w\u00e4hrend 450 Jahren Kolonie Portugals war und mit seinem Volk von 100 Ethnien zu 35% christlich war. \u201eDer indonesische Islamismus trug dazu bei, da\u00df die osttimoresische Bev\u00f6lkerung innerhalb weniger Jahre zu 80% katholisch wurde\u201c( Xanana Gusm\u00e3o).<strong> <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Kalten Krieges war es die Strategie des Westens, in S\u00fcdostasien ein Gegengewicht gegen China zu schaffen. Indonesien bekam freie Hand und wurde Mitglied der Blockfreien. Somit konnte es unbeobachtet brutal gegen verschiedene V\u00f6lker im Lande eingreifen und seit 1975 in Timor Loro Sae mit die schrecklichsten Menschenrechtsverletzungen dieses Jahrhunderts praktizieren. Indonesien schuf dort die h\u00f6chste Arbeitslosenrate (70%) und die h\u00f6chste Sterblichkeitsrate der Welt.<\/p>\n<p>Die ASIAN Staaten haben sich auch als atomfreie Zone deklariert. Indonesien ist ein kleiner \u201eTiger\u201c der Region mit dem gr\u00f6\u00dften Zuwachs an Waffen und einer starken regelm\u00e4\u00dfigen milit\u00e4rischen Steigerung, obwohl es keine nat\u00fcrlichen Feinde hat.<\/p>\n<p>Indonesien ist ein <strong>starker Handelspartner Deutschlands<\/strong>. (1997 exportierte Deutschland 5,2 Milliarden Mark dorthin.) Deutschland sendet U-Boote, Tanker, Panzer. 1996 war das Res\u00fcmee der vergangenen 10 Jahre 600 Ausfuhren an R\u00fcstung nach Indonesien. Die BRD ist der zweitwichtigste Waffenlieferant Indonesiens nach den USA und unterst\u00fctzte die Indonesier in der UNO. Die Deutschen sind dort sehr engagiert in der Industrie (Metall: Preusak). Autoindustrie (Deutsche Ford), sowie im Flugzeugbau und anderem. Auf Betreiben der Bundesregierung wurde Ost-Timor 1986 von der &#8220;Schwarzen Liste&#8221; der UNO-Menschenrechtskommission gestrichen, obwohl die UNO die Annexion Ost-Timors durch Indonesien nicht anerkennt und somit ausdr\u00fcckt, da\u00df die Invasion gegen das V\u00f6lkerrecht verst\u00f6\u00dft. Junge timoresische Demonstranten, die auf die Massaker in Timor mit Transparenten aufmerksam machen wollten und in den Gel\u00e4nden der Botschaften Deutschlands und Frankreichs eindrangen, wurden der indonesischen Polizei \u00fcbergeben. Andere Botschaften schickten sie nach Portugal, wo sie Asyl bekamen.<\/p>\n<p><strong>Indonesien ist der NATO gleichgestellt<\/strong>, was den Waffenexport betrifft. Deutsche Panzer wurden in Timor bei Massakern gegen die ungesch\u00fctzte Zivilbev\u00f6lkerung eingesetzt (nach australischer Journalistendokumentation<strong>). Indonesische Offiziere werden in Deutschland ausgebildet<\/strong> (letztes bekanntes Beispiel der Schwiegersohn von Suharto). Im September 98 wurde bekannt, da\u00df die deutsche Bundeswehr\u00a0 anstrebt, die indonesischen Milit\u00e4rs zu einer starken Streitkraft zu machen.<\/p>\n<p><strong>Von der Friedensbewegung in Deutschland ist bez\u00fcglich Ost-Timor nichts zu erwarten<\/strong>, sie ist gel\u00e4hmt, ohne Leben und \u00dcberzeugung. Sie scheint sich zu b\u00fcrokratisieren und es scheint ihre Strategie zu sein, sich als Vermittler aufbauen zu wollen zwischen streitenden Parteien. Ihr Schicksal scheint an das der Gr\u00fcnen gebunden zu sein.<\/p>\n<p>Ein anderer Aspekt, der das Desinteresse an den Massakern in Timor erkl\u00e4rt, ist die <strong>Ideologie der 68er<\/strong>, die im Islam die Religion der Unterdr\u00fcckten sah und das Christentum als Religion der Kolonisatoren.<\/p>\n<p>Einerseits sind die deutschen Massenmedien geneigt, normalerweise auf dem Standard des deutschen Durchschnittsb\u00fcrgers zu informieren unter einer \u00f6konomischen Perspektive\u00a0 nationaler Pr\u00e4gung und auf der Basis einer utilitaristischen Ethik. Andererseits erhofft die Regierung eine neue Rolle in der \u00dcbernahme von Verantwortung in der Welt (z.B.: Mitglied der Sicherheitsrat in der UNO), ist aber gefangen in der gleichen Weltanschauung und entscheidet sich nicht rechtzeitig, sondern z\u00f6gert in der konkreten Hilfe und hinkt hinter anderen Nationen und hinter den Geschehnissen her. Hier liegt der Widerspruch Deutschlands zwischen Anspruch und Wirklichkeit.\u00a0 Die \u00dcbernahme von Verantwortung verlangt F\u00e4higkeit und Einsatzwillen in einer Perspektive, die \u00fcber Deutschland hinausgeht, nat\u00fcrlich ohne die Interessen Deutschlands zu verletzen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong>Inmitten diesen ganzen Spagats hausiert Indonesien nach au\u00dfen mit dem Slogan \u201eEinheit in der Vielf\u00e4ltigkeit\u201c, nach innen praktiziert es Unterdr\u00fcckung der Ethnien, besonders der sogenannten \u201eGottlosen\u201c im Sinne des Islam, d. h. derjenigen, die keiner Buchreligion angeh\u00f6ren. Die Unterdr\u00fcckung anderer Religionen und die F\u00f6rderung des Islam als Identit\u00e4tsfaktor f\u00fcr das Land wurde mit allen Mitteln gef\u00f6rdert. So kann man die ungeheure Entwicklung des Islam im Lande erkl\u00e4ren. Die Ausrottung von Kulturen und Ethnien in Indonesien wird in Kauf genommen. Aus ersichtlichen Gr\u00fcnden ist der Westen nicht daran interessiert zu beobachten, was geschieht und schenkt willig den schwindlerischen Erkl\u00e4rungen Indonesiens Glauben.<\/p>\n<p>Die Doppelmoral in der <strong>Unterst\u00fctzung des Kosovo und der Ignorierung von Timor<\/strong> zeigt deutlich, da\u00df nur wirtschaftliche Interessen als Kriterium des Engagements gelten. R\u00fchrend ist die Behauptung unseres Au\u00dfenministers Fischer mit seiner anf\u00e4nglichen Sorge \u201eman solle Indonesien nicht destabilisieren\u201c. Der Westen und besonders Deutschland macht sich zum Komplizen an der Vernichtung der Ost-Timoresen und ihrer Kultur. (Dasselbe Verhalten zeigte der Westen w\u00e4hrend des 1. Weltkriegs gegen\u00fcber dem V\u00f6lkermord an den Armeniern 2 Mill. Menschen.)<\/p>\n<p>Die Meinung, da\u00df man auf &#8220;moralisierende&#8221; Au\u00dfenpolitik verzichten soll, weil unsere Interessen wirtschaftlicher Natur sind, ist kurzsichtig, inhuman und s\u00e4gt auf dem eigenen Ast.<\/p>\n<p>Es kann nicht sein, da\u00df der Schmerz der anderen der Preis sein mu\u00df f\u00fcr unser Wohlergehen. Eine \u00d6konomie, die die Augen verschlie\u00dft vor Menschenrechtsverletzungen und Diktatur ist ein Verrat an der eigenen Kultur und bedeutet letztlich die eigene kulturelle Zersetzung. Sie kann nicht f\u00fcr sich\u00a0 den Respekt vor den humanen Werten in Anspruch nehmen<strong> <\/strong>und<strong> <\/strong>universale Verantwortung\u00a0 \u00fcbernehmen. <strong>Wenn wir dem Recht auf Intoleranz freien Raum geben, zest\u00f6ren wir die Toleranz und die Grundlage jedes Rechtsstaates<\/strong>, wie wir es am Beispiel der Weimarer Republik gesehen haben.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<h3><strong> Die Invasion Timors durch Indonesien<\/strong><\/h3>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ost-Timor ist eine ehemalige portugiesische Kolonie, die von Indonesien 1975 \u00fcberfallen w\u00fcrde. Seit 25 Jahren ist sie der Willk\u00fcr und Verfolgung Indonesiens ausgesetzt. \u00dcber 250.000 Menschen (ein Drittel der Gesamtbev\u00f6lkerung, so da\u00df es sich prozentual um\u00a0 den zweitgr\u00f6\u00dften V\u00f6lkermord des Jahrhunderts handelt) wurden bisher get\u00f6tet bzw. in den Tod getrieben. Indonesische Truppen und ihre Milizen mordeten wahllos M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Sie riegelten die Insel v\u00f6llig von der Au\u00dfenwelt ab, vernichteten die Ernten und verboten das Bestellen der Felder, um den Widerstand der Bev\u00f6lkerung durch Hunger zu brechen. Sie benutzen timoresische Jugendliche als Schutzschilder. Die indonesische Regierung erstellte ein Programm zur zwangsweisen Sterilisierung der osttimoresischen Bev\u00f6lkerung, errichtete Sammellager und verbannte die Hilfswerke von der Insel.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung floh in die Berge. Im September 1978 t\u00f6teten indonesische Soldaten im Massaker von Fatumaka ca. 5.000 Menschen, nachdem sie viele Frauen vor ihren Familien vergewaltigt hatten. 1979 versprachen die indonesischen Beh\u00f6rden eine Amnestie f\u00fcr diejenigen, die kapitulieren w\u00fcrden. Viele verlie\u00dfen ihre Verstecke. Daraufhin t\u00f6teten die Besatzer 10.000 Zivilisten und Mitglieder der FRETILIN. (Die FRETILIN \u2013 Revolution\u00e4re Front\u00a0 f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges Osttimor &#8211; wurde zum Ausdruck eines Volkes, das nach Menschenrechten und Freiheit schreit.) Trotz der Unterdr\u00fcckung\u00a0 und der indonesischen M\u00fche um Bau von Stra\u00dfen \u2013 zwecks besserer Kontrolle &#8211; im Innenland, kann die indonesische Regierung den Widerstand des Volkes nicht brechen. In M\u00e4rz 1983 vereinbarte die Regierung Indonesiens einen Waffenstillstand mit der FRETILIN, aber gleich im August wurde die Insel von 35.000 indonesischen Soldaten angegriffen. Der Insel wurde\u00a0 abgeriegelt, damit der Terror und die Barbarei nicht nach au\u00dfen dringt. Ximenes Belo, seit 1983 Bischof von Dilli sagte damals: \u201eDie indonesische Soldateska raubt unsere Freiheit, zest\u00f6rt unsere Kultur und behandelt uns wie \u00a0r\u00e4udige Hunde. Justiz ist f\u00fcr sie ein Fremdwort. Die Indonesier behandeln uns wie Sklaven&#8230;In Timor gibt einen Scheinfrieden nur auf der Oberfl\u00e4che, in der Tat herrscht Panik. \u00dcberall sind indonesische Polizisten und Soldaten, die Tag und Nacht und \u00fcberall willk\u00fcrliche Gefangennahmen machen&#8230; Sie k\u00f6nnen foltern und t\u00f6ten, weil nichts nach au\u00dfen dringt. Jeden Tag h\u00f6ren wir von neuen Verschwundenen&#8230; Wenn es auf der Insel Frieden g\u00e4be, wie Indonesien behauptet, warum erlauben sie nicht ausl\u00e4ndischen Journalisten ins Land zu kommen? Wir erwarten eine friedliche und demokratische L\u00f6sung f\u00fcr Timor\u201c.<\/p>\n<p>1991, als Timoresen sich auf den Friedhof von Santa Cruz in Dilli versammelten, um f\u00fcr zwei durch indonesische Soldaten Ermordete zu beten und friedlich zu protestieren, er\u00f6ffneten die Soldaten das Feuer \u00fcber die Menge und t\u00f6teten 500 Timoresen. Xanana Gusm\u00e3o, der timoresische Mandela, Chef des Widerstandes wurde 1992 gefangen genommen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong> Eine Neue \u00c4ra?<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die Benennung von Ximenes Belo und Ramos Horta 1996 als Friedensnobelpreistr\u00e4ger brachte die Angelegenheit Ost-Timors auf der internationale B\u00fchne. Im August 1999 stimmten in einem Referendum unter der Beobachtung der UNO, an dem 98,6% der Osttimoresen teilgenommen haben, 78,5% f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit von Indonesien.<\/p>\n<p>Sei dem 4. September ver\u00fcbten die\u00a0 Millizen mit der Unterst\u00fczung der indonesischen Soldaten, gro\u00dfe Grausamkeiten: Sie t\u00f6teten in den ersten Tagen 20.000 Menschen, 60.000 sind deportiert. Dilli wurde zest\u00f6rt und gepl\u00fcndert, humanit\u00e4re Organisationen, Journalisten und UNO-Beobachter werden ausgewiesen, Schulen, Kirchen und das Internationale Rotes Kreuz wurden zerst\u00f6rt, Priester und Nonnen wurden umgebracht.<\/p>\n<p>Beobachter der UNO sprachen von einer \u201eH\u00f6lle auf Erden\u201c und verlie\u00dfen das Land. M\u00f6gliche internationale Zeugen mu\u00dften wiederum das Land verlassen. Das Volk wurde nochmals verraten und der Soldateska Indonesiens \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die \u201ewohlmeinende\u201c Welt, die UNO und westliche Staaten unterwarfen sich dem Willen Indonesiens und dem eigenen Profit, obwohl Indonesien 1975 unrechtm\u00e4\u00dfig Ost-Timor okkupiert hat und sich schlimmer als die Serben im Kosovo verh\u00e4lt. Die Menschlichkeit, die anscheinend Deutschland gegen\u00fcber dem Kosovo so bewegt hat, scheint abhanden gekommen zu sein.<\/p>\n<p>Das zuk\u00fcnftige Los Ost-Timors liegt in unseren H\u00e4nden. Wiedergutmachung ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>(Ant\u00f3nio da Cunha Duarte Justo)<\/p>\n<p>Oktober 1999<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ant\u00f3nio Justo 34134 Kassel Fax. 407783 HNA Abt. Leserbriefe Frankfurterstr. 168 34211 Kassel\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kassel, den 30. 10. 96 Betreff: Ihr Artikel &#8220;Indonesien-Besuch: Milliarden-Vertr\u00e4ge unterzeichnet&#8221;, bzw. 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