{"id":1531,"date":"2010-04-30T18:11:37","date_gmt":"2010-04-30T17:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/antonio-justo.eu\/?p=1531"},"modified":"2010-04-30T18:11:37","modified_gmt":"2010-04-30T17:11:37","slug":"islam-und-christemtum-unterschiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antonio-justo.eu\/?p=1531","title":{"rendered":"ISLAM UND CHRISTEMTUM &#8211; UNTERSCHIEDE"},"content":{"rendered":"<p><strong> CHRISTENTUM UND ISLAM &#8211; \u00a0UNTERSCHIEDE<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ant\u00f3nio Justo<\/strong><\/p>\n<p><strong>Grundhaltungen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man \u00fcber Unterschiede von zwei Religionen spricht, muss man mit einer Beengtheit der Begrifflichkeit rechnen. <strong>Jede Kultur ist eine Landschaft mit entsprechendem Klima und vergleichbaren Biotopen.<\/strong> Der Geist, die Seele einer Kultur ist der Boden, auf dem der Lebenskampf ausgetragen wird. Wie die Knospe nach der Sonne strebt, so strebt jede Kultur nach Gl\u00fcck, nach Gott. Beide Bewegungen streben danach, das Leben zu erhalten. Jede Religion, jede Kultur ist wie ein Garten, wie ein Gef\u00e4ngnis. Wichtig ist nicht der Vergleich von Religionen untereinander, sondern das Wesen der G\u00e4rten und der Gef\u00e4ngnisse zu entdecken und dabei zu merken, was jenseits jeder Religion, jeder Kultur liegt.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Nicht eine Lehre wie in anderen Religionen, sondern eine Person (Jesus Christus) ist das Wesen, die Seele des Christentums.<\/strong> Nach dem Lehrsatz: wenn du Gott sehen willst, schau den Menschen an, und wenn du den Menschen sehen willst, schaue Gott an. <strong>Der Mensch ist der Ort der Begegnung von Gott und die Welt. <\/strong>Aber mit der Weisheit: \u201eWenn einer Gott schaute und w\u00fcsste, was er sah, hat er Gott nicht gesehen\u201c( Dionisius Aeropagita).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend es im Christentum eine Inkarnation Gottes in (Mensch) Jesus Christus gibt, findet man\u00a0 im Islam eine Inlibration Gottes in Koran (Gott wird Buch). Deswegen gibt es im Christentum eine Theologie, w\u00e4hrend es im Islam\u00a0 Rechtswissenschaft (Jurisprudenz) gibt, d. h. im Islam gibt es keine historisch-kritische Diskussion \u00fcber Gott, sondern unumst\u00f6\u00dfliche Gesetze. Im Christentum findet eine Humanisierung Gottes statt und eine Verg\u00f6ttlichung des Menschen. Das Christentum anerkennt die Religionsfreiheit und das Prinzip des Laizismus, der Islam nicht.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Das Christentum dr\u00fcckt sich in einer Kultur der Schuld aus,\u00a0 der Individualit\u00e4t und N\u00e4chstenliebe. Der Islam dr\u00fcckt sich in einer Kultur des Scham aus, der Sippe und der Solidarit\u00e4t der Gl\u00e4ubigen. Das Kreuz weist nicht auf\u00a0 Schuld hin, sondern auf Leiden und Mitleiden.\u00a0 \u201eJesus erster Blick ist ein messianischer Blick. Er gilt zun\u00e4chst nicht der S\u00fcnde der Anderen, sondern ihrem Leid. Diese messianische Leidempfindlichkeit hat nichts zu tun mit Wehleidigkeit, mit einem unfrohen Leidenskult. Sie hat aber alles zu tun mit einer biblischen Mystik der Gerechtigkeit: Gottesleidenschaft als Mitleidenschaft, als praktische Mystik der Compassion\u201c, erkl\u00e4rt der Theologe Johan Baptist Metz.<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die eine Kultur einen mehr sesshaften Charakter hat, hat die andere ein nomadischen. Eine hebt die Menschenrechte und die individuellen Rechte hervor, die andere betont die Kulturrechte und den Wert der Sippe. <strong>Deswegen ist die Diskussion um Menschenrechte eine typisch westliche, denn der Westen setzt auf das Individuum, w\u00e4hrend die arabische Kultur den Stamm \u00fcber das Individuum stellt.<\/strong> Von daher auch die \u00dcberbetonung der Ehre, die verletzt wird, wenn Gruppenideale nicht eingehalten werden<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Im Islam wie im Christentum gibt es verschiedene Richtungen, jede mit ihrer Nuance und Vielseitigkeit. Der Koran behauptet oft Gegens\u00e4tzliches (&#8220;Der Koran&#8221; von Prof. Dr. Tilman Nagel, im C. H. Beck Verlag, M\u00fcnchen). Neben haarstr\u00e4ubenden Behauptungen im Koran (Sure 47,4; 76,5; 2,187) findet man vergessene Behauptungen vorbildlicher Toleranz bez\u00fcglich der Religion (2,256; 13,11; 8,53; 5,70; 3,114).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die Kirche hat sich ab dem 4. Jahrhundert dem rationalistisch-wissenschaftlichen Denken verpflichtet in der Nachfolge von Aristoteles (Dualismus) und somit gab es in der Tendenz eine Abkehr vom urspr\u00fcnglichen integralen Denken, das nicht rein rationalistisch war, sondern auch mystisch-intuitiv. Mit dem Aufkommen des Islam und seinem Einfluss hat sich das rein Rationalistische im Abendland noch verst\u00e4rkt. Somit hat sich eine Weltsicht entwickelt, die rein dualistisch ist bzw. Mikrokosmos und Makrokosmos klaffen auseinander. Die Weiblichkeit und die M\u00e4nnlichkeit, die in einem zusammengefasst waren, Geist und Materie wurden getrennt. Die \u00f6stliche und westliche Weltsicht, die in der christlich-j\u00fcdischen Tradition vereint waren, wurden auseinander gerissen und aufgrund dessen wurde der \u00e4u\u00dfere Fortschritt vorangetrieben im Gegensatz zu anderen Kulturen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Das Denken gelangte von einer Haltung des \u201enicht nur, sondern auch\u201c zu einem \u201eentweder oder\u201c. Im Letzteren hat der Verstand die totale Vorherrschaft.<\/strong> Das verstandesm\u00e4\u00dfige Denken bezog sich immer mehr auf das Sichtbare und das Unsichtbare, und das Emotionale wurde mehr als irrational angesehen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die integrale Weltsicht, die alles in sich schlie\u00dft und in der Trinit\u00e4tslehre ihren tiefsten Ausdruck findet, wurde vernachl\u00e4ssigt bzw. die Philosophie, die hinter der Trinit\u00e4tslehre steht, wurde nicht mehr verstanden.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Durch die Einseitigkeit eines dogmatischen wissenschaftlichen Denkens ist es fast unm\u00f6glich, aus der Zwickm\u00fchle der Dialektik heraus zu kommen. Alles wird seziert: die Wirklichen wird zum Kadaver. Darunter leiden heute die Kirchen, die Religionen, Wissenschaften bzw. die gesamte Gesellschaft.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Islam fokussiert sich in einem Gedanken, das Christentum in einem Menschen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Mensch<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Der Mensch ist als &#8220;Diener&#8221; Gottes reiner Erdenmenschen, er ist an die schon fertige Offenbarung gebunden und an das dieser Offenbarung zugrunde liegende Menschenbild. Er wird als naturnotwendiger Teil der Gemeinschaft gesehen, an die er schicksalsm\u00e4\u00dfig gebunden ist. Es gibt keinen Platz f\u00fcr die Freiheit des Individuums, das nicht selbst\u00e4ndig denken\u00a0 darf &#8211; weil es an die Offenbarung gebunden ist &#8211;\u00a0 da alles schon endg\u00fcltig in Koran festgelegt wurde (es kann h\u00f6chstens gedeutet werden).\u00a0 <strong>Der Mensch wird gebunden\u00a0 an\u00a0 die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen und wird von einer Gruppenseele getragen<\/strong>. Deswegen gibt es Missverst\u00e4ndnisse im Dialog der Kulturen, schon was die Menschenrechte anbetrifft. Der Islam geht von einem Wir aus. Der islamische Mensch wird gepr\u00e4gt von Fremdbestimmung, vom heteronomen Gesetz Gottes. <strong>Er schottet die eigene Kultur ab von Akkulturation und Enkulturation, er geht davon aus, dass die Welt islamisch sein muss. Das Gruppengewissen anstatt dem individuellen Gewissen wird akzentuiert!<\/strong> Die sch\u00f6pferische Geisteskraft\u00a0 des Menschen wird somit verneint, indem die Erkenntnis des \u00dcbersinnlichen der abgeschlossenen Offenbarung unterordnet wird. Der Islam hat die Trennung von Kirche und Stadt nicht vollzogen und l\u00e4sst keinen Platz f\u00fcr Atheisten.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die Menschen sind Kinder Gottes und die Offenbarung geschieht weiter in jedem Individuum durch den Heiligen Geist in ihm und somit liegt ein sch\u00f6pferisches\u00a0 Menschenbild zugrunde. Im Christentum gewinnt das Individuum an\u00a0 innerer Autonomie und freier Selbstbestimmung (Mensch als geistiges Wesen) und ist souver\u00e4n in der Gruppe: es gibt eine Art von Vers\u00f6hnung zwischen individueller Freiheit und br\u00fcderlicher Gemeinschaft. Die Freiheit gestaltet sich aber in der Polarit\u00e4t &#8230; Das Christentum definiert\u00a0 sich nicht \u00fcber Kulturen, sondern \u00fcber Personen (Individuen) im Verst\u00e4ndnis f\u00fcr alle Menschen:\u00a0 Menschheit als Gesamtorganismus (mystischer Leib Christi). Die Liebe geht vom Individuen aus. <strong>Das Christentum ist gegen nationalistische oder kulturelle Abgrenzung des Menschen, gegen Selbstbestimmung in der Abschottung<\/strong>.\u00a0 <strong>Die Liebe ist der einzige Ma\u00dfstab, das einzelne Glied zum Ganzen<\/strong>, die Zw\u00e4nge von Kulturen oder Religionen sind zweitrangig. Die Christenheit geht von einem Ich aus. Gott kann nicht an Bedingungen oder Umst\u00e4nden fest gemacht werden. Die Religionen als Institutionen sprechen mehr von Bedingungen und Umst\u00e4nden. Hier versto\u00dfen die Amtskirchen oft gegen das eigene Selbstverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Gottesbegriff<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Allah ist der All-Gott der Welt als Personifikation der All-Einheit der Substanz. Es herrscht das Prinzip der Einheit. Nur Gott ist wirklich, und Mohammed ist die Manifestation einer bedingten Wirklichkeit,\u00a0 die das G\u00f6ttliche widerspiegelnde Manifestation, die Welt als g\u00f6ttliche Erscheinungsform. Mohammed stellt diese Welt dar (Wilhelm Maas). Die Gottheit wird wieder in einer alten j\u00fcdischen Vorstellung dargestellt, so dass der Determinismus der Natur und der unerbittlichen Allmacht Gottes (abstrakte Spiritualismus: Rationalit\u00e4t gegen Intuition) sich behaupten. Gott ist\u00a0 einzigartig und fern, ewig und unerkennbar. Gott hat 99 Namen bzw. &#8220;Attribute&#8221; wie: Absolutheit, Sch\u00f6pfer, barmherzig, m\u00e4chtig, rachs\u00fcchtig, gerecht&#8230; Die totale Transzendenz Gottes erlaubt keine Eigenschaft wie V\u00e4terlichkeit oder Sohnschaft. Da im Islam Gott keinen Sohn hat, wird der Mensch nicht als Sohn Gottes, sondern als Diener gesehen (Sure 48,20). &#8220;Im Rechts-Islam steht der Gl\u00e4ubige als &#8220;Diener&#8221; Allah zu fern, in der Mystik steht er ihm zu nah und verliert da seine Ich-Pers\u00f6nlichkeit&#8221; (Wilhelm Maas). Im Paradies haben die Gl\u00e4ubigen keine Gemeinschaft mit Gott.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Es herrscht das Prinzip der Mannigfaltigkeit (Trinit\u00e4t: Gott-Vater: der &#8220;Grund des Seins&#8221;, die letzte Dimension; Gott-Sohn: die geschichtliche Dimension und der g\u00f6ttliche Geist: Leben, Liebe, Achtsamkeit, der Kosmos als Zuhause); in der Trinit\u00e4t mischt sich mystische Erfahrung (Tradition) mit griechischer Naturphilosophie. Gott ist der Herr, wird in Jesus Christus Mensch und tilgt im Tod Jesu (der 2. Adam) die S\u00fcnde der Welt (die durch den 1.Adam in die Welt kam). Er ist der Prototyp des Menschen und der Wirklichkeit,\u00a0 er vereinigt das scheinbar Unvereinbare: Geist und Materie. Gott hat die Attribute Liebe, und ist nicht nur Sch\u00f6pfer dieser Welt, sondern auch Erl\u00f6ser und Vollender. Gott ist der Eine in der Dynamik von der Liebe zwischen Vater und Sohn, den Heiligen Geist (Liebe) zeugend. Inkarnation, Tod und Auferstehung (Jesu Christi) beinhalten die Erfahrung, dass der Geist die wahre Wirklichkeit des Kosmos und dass die Materie Ausdruck des Geistigen im K\u00f6rperlichen ist. Mit der Gottessohnschaft\u00a0 wird der Mensch zu mehr als einer Br\u00fccke von Himmel und Erde, er tr\u00e4gt das G\u00f6ttliche in sich. Im Paradies haben die Gl\u00e4ubigen Gemeinschaft mit Gott. Es gibt kein dualistisches Weltbild mehr, sondern ein polares. Der Christ ist nicht nur in der Dualit\u00e4t mit den anderen, mit der Natur. Er ist analog zur Trinit\u00e4t nicht nur in einer Beziehung des Dialogs, sondern auch des Trialogs mit dem Ganzen, d. h. in Beziehung mit einem Ich, Du und Wir. Er lebt in der Trilogie der Bezogenheit. Im Christentum gibt es keinen reinen Monotheismus; es herrscht die Komplementarit\u00e4t von Sch\u00f6pfer und Sch\u00f6pfung, von Gott und Mensch. Der Mensch mit Jesus nimmt Teil an der Offenbarung und am Geheimnis der Trinit\u00e4t. Die Entwicklung\/Evolution beinhaltet den Kreuzweg. Jeder ist am Mitwirken des Alphas und Omegas. Gott ist Liebe und Gerechtigkeit; es ist kein Gott der Ideen (platonischer Gott). Das Gesicht Gottes ist Gerechtigkeit; es ist die Menschheit und l\u00e4sst sich am besten erblicken im Meister von Nazareth, der Programm ohne Zwang bleibt f\u00fcr die ganze Welt.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Offenbarung<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Mit Mohammed ist die Offenbarung abgeschlossen. Gott offenbart seinen Willen, nicht sich selbst, weil er unerkennbar bleibt. Gott\u00a0 sandte die Propheten Noah, Abraham, Moses, David, Salomo, Jesus und als letzten Mohammed. Durch den Erzengel Gabriel wurde der Wille Gottes offenbart, der Koran, der im 7. Himmel als &#8220;Mutter des Buches&#8221; in Arabisch aufbewahrt ist (Roland Werner). Im Koran wird der Mensch mit gebieterischem Ton unterwiesen. Die Drohungen sollen Furcht bewirken, so dass der Mensch bereitwillig die g\u00f6ttlichen Gesetze einh\u00e4lt. Die Offenbarungen zu Medina sind die \u00e4lteren, sie sind st\u00e4rker von Toleranz gepr\u00e4gt. Die j\u00fcngeren Offenbarungen, die Mohammed in Mekka empfangen hat, zeugen von viel gr\u00f6\u00dferer Gewaltbereitschaft. Die Imame besitzen B\u00fccher, die ihnen sagen, welche S\u00e4tze zur Medina- und zur Mekkaoffenbarung geh\u00f6ren. Im Zweifelsfall gilt immer die j\u00fcngere Offenbarung, was dazu f\u00fchrt, dass die Geistlichen sich meist nach den S\u00e4tzen richten, die von gr\u00f6\u00dferer Gewaltbereitschaft zeugen. Dem Laien ist die Unterscheidung beider Offenbarungen nicht m\u00f6glich, da ihnen die entsprechenden entschl\u00fcsselnden B\u00fccher nicht zug\u00e4nglich sind. Auch soll der Koran nur auf Arabisch gelesen werden, weil Arabisch die Sprache Allahs ist und als un\u00fcbersetzbar gilt. So ist nicht-arabisch sprechenden Muslimen der Zugang zum Koran meist verschlossen. Aber auch f\u00fcr arabischen muslimischen Laien ist der Inhalt des Korans h\u00e4ufig unbekannt bzw. es wird \u00fcbernommen, was die Imame als koranische Lehren weitergeben.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Es verk\u00fcndet eine Grundoffenbarung Gottes (Selbsthingabe Gottes) in der ganzen Sch\u00f6pfung (sichtbare und unsichtbare Welt, Planung und Zweckm\u00e4\u00dfigkeit, Vielf\u00e4ltigkeit und Einheit), sowohl in der Natur wie in den Menschenseele, die Gottes &#8220;Bild&#8221; widerspiegelt, eine Geschichtsoffenbarung im Verlauf der gottgelenkten Ereignisse der Welt (Geschichte als Entwicklung und als Vorbereitung f\u00fcr das Reich Gottes und geistige Mensch), und eine heilsgeschichtliche Offenbarung in dem Christusdrama,<strong> <\/strong>dessen Einzelakte die Inkarnation (Fleischwerdung), der Opfertod und die Auferstehung Christi bilden. Die Offenbarung geht weiter im Menschen und in der Welt in die Zukunft hinein durch den Heiligen Geist. Gott offenbart sich durch sein Handeln in der Geschichte. In Jesus Christus offenbart sich Gott selbst; in ihm kommt Gott zur Welt und vers\u00f6hnt sich mit der Welt (Menschen). Jesus ist der Logos, d. h. Gottes letztes und eigentliches Wort (Hebr\u00e4er 1, 1; Joh.1. Das Neue Testament (Bibel) ist inspiriertes Zeugnis der Selbst-Offenbahrung Gottes. Im Neuen Testament findet eine milde Belehrung statt.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Keiner tr\u00e4gt die Last eines anderen&#8221; (Sure 6,164). Es gibt keinen S\u00fcndenfall des Menschen. Der Mensch steht in Gefahr aufgrund seiner Schwachheit, Fehlentscheidungen zu treffen, die durch der &#8220;Rechtsweisung&#8221; des Korans vermieden werden. Erl\u00f6sung von der S\u00fcnde ist nicht notwendig. Die gr\u00f6\u00dfte\u00a0 S\u00fcnde ist der Polytheismus.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Jeder tr\u00e4gt die Last des anderen. Durch die Versuchung des Menschen &#8220;wie Gott zu sein&#8221;, wurde der Mensch von der Gemeinschaft Gottes ausgeschlossen (S\u00fcndenfall Adams); dabei hat der Mensch die Selbstverantwortung erk\u00e4mpft, das Ich wurde geboren&#8230; Jesus (der 2. Adam) erl\u00f6st die Menschen und vers\u00f6hnt sie mit Gott. Die gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnde ist, sich von Gott abzuwenden.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Beziehung zu Gott<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam: <\/span><\/strong><\/p>\n<p>Es herrscht die totale Trennung von Mensch und Gott. Beziehung zu Gott, dem Allm\u00e4chtigen bedeutet Unterwerfung (Islam), Hingabe, bedingungslose Auslieferung. Es gibt keine Gemeinschaft mit Gott. Zwischen Gott und dem Menschen gibt es keine Beziehung der Liebe oder Partnerschaft. Es herrscht die reine Transzendenz Gottes.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Gemeinschaft zwischen Mensch und Gott. Beziehung zu Gott bedeutet Vertrauen (Glaube). Die Menschen sind Kinder Gottes. Die Beziehung ist ein Prozess des Begreifens und Ergriffenwerdens (Epheser 3,17-18). Gott liebt die Menschen, und es ist das h\u00f6chste Gebot, Gott zu lieben. Im Christentum werden Immanenz und Transzendenz durchl\u00e4ssig.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Beziehung zu anderen Menschen<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Christentum erfolgte eine\u00a0 moralische Wendung in der Menschheit mit der Botschaft der unzertrennbaren Einheit von Gottes- und N\u00e4chstenliebe. \u201eEs gibt kein Leid in der Welt, das uns gar nicht angeht\u201c (Metz). F\u00fcr in der christlich-abendl\u00e4ndischen Kultur aufgewachsene Menschen ist es schwer vorstellbar, dass N\u00e4chstenliebe als Wert nicht in jeder Religion enthalten ist. Dem Koran ist der Begriff der N\u00e4chstenliebe fremd. Es gibt nur die Solidarit\u00e4t mit Moslembr\u00fcdern und \u2013Schwestern. Feindesliebe ist im Islam undenkbar. Ist der Feind (=Ungl\u00e4ubiger) nicht bereit, den islamischen Glauben anzunehmen, darf er laut koranischer Lehre get\u00f6tet werden. Auch nehmen westliche Menschen an, dass alle Religionen Gewalt verurteilen. Nicht so der Islam. Sein Anfang war gewaltsam, und der Koran ruft zur Gewalt auf (wenn es auch Passagen der Toleranz und der Nachsichtigkeit gibt). Die \u00e4lteren Suren des Korans sind toleranter und friedlicher; die j\u00fcngeren sind intoleranter. F\u00fcr die Imame sind die j\u00fcngeren Suren des Korans ma\u00dfgeblich. Intoleranz wird als Zeichen von St\u00e4rke und M\u00e4nnlichkeit betrachtet.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>In der Geschichte des Christentums ist es zu erschreckenden Ausw\u00fcchsen von Gewalt gekommen. Aus diesem Grund sehen viele Menschen hier kaum einen Unterschied zu der heute wahrnehmbaren islamischen Gewaltt\u00e4tigkeit. Doch es gibt einen gro\u00dfen Unterschied: w\u00e4hrend Jesus Gewaltlosigkeit predigte, die Christen sp\u00e4ter jedoch h\u00e4ufig Gewalt als Mittel zur Ausweitung des Glaubens benutzten, war Mohammed selbst gewaltt\u00e4tig mit seinen Raubz\u00fcgen im Namen des Islam, die auch die T\u00f6tung und Versklavung von Menschen beinhalteten, wenn dies dem Islam diente. Gewalt war im Islam also von Anfang an legitim. In Christentum kann man Gewalt nicht rechtfertigen mit dem Neuen Testament, und dieses ist die Ma\u00dfstab!<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Gebet<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Das Gebet ist <strong>ein rituelles<\/strong> Gebet (5x am Tag), \u00fcberall gleich (Salat). Wichtig ist die vorschriftsm\u00e4\u00dfige Durchf\u00fchrung des Gebets und der Gebetshaltungen. Er kennt auch das freie Gebet (dua). Der Muezzin\u00a0 ruft zum Gebet,\u00a0 zum Bekenntnis. Die Moschee ist kein heiliger, geweihter Ort wie etwa der katholische Kirchenraum. In der Moschee k\u00f6nnen Versammlungen, Unterricht usw. stattfinden.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Gebet ist meist <strong>ein pers\u00f6nliches<\/strong> Gespr\u00e4ch mit Gott, individuell oder in der Gemeinschaft: Lob, Anbetung, Dank, F\u00fcrbitte und Bitte um Vergebung, das im Verbindung mit dem Heiligen Geist ist. Das &#8220;Vaterunser&#8221; wird in der ganzen Christenheit gebetet. Das Glockenl\u00e4uten der Kirchen ruft zur Achtsamkeit auf, erinnert an die Gegenwart des Heiligen Geistes und verk\u00fcndet zu bestimmten Zeiten den Beginn des Gottesdienstes.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Kunst<\/strong><\/p>\n<p>Die islamische Kunst negiert die Tiefe, bleibt beim Halbrelief und f\u00fcllt die ganze Fl\u00e4che aus aus Angst vor der Leere: Bed\u00fcrfnis nach Gewissheit und Sicherheit. In der Architektur: der &#8220;Kielbogen&#8221; strebt zwar auf, aber zieht bald wieder zur Erde hin. In der christlichen Gotik strebt man dagegen wesentlich st\u00e4rker nach oben.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Lebensstil<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Das Leben des Muslimen wird im Alltag bis in die Einzelheiten bestimmt durch den Koran, den Vorschriften der Sunna (rechte Lehre) und die Hadith (\u00dcberlieferung \u00fcber das Leben Mohammeds). Das Leben der Muslimen orientiert sich am Leben Mohammeds. Dieser war nicht nur Politiker und Prophet, sondern auch ein Krieger. Der Staat ist ein &#8220;Organismus der Religion&#8221;(Colpe) und alles ist Gottesdienst. Die Vorschrift, f\u00fcnfmal am Tag zu bestimmten Zeiten zu beten, strukturiert den Tagesablauf, verst\u00e4rkt einerseits die Unfreiheit des Gl\u00e4ubigen, andererseits ist diese Regel doch ein Ausdruck einer starken Spiritualit\u00e4t.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/p>\n<p>Die Christen orientieren sich am Leben Jesu.\u00a0 Im Geist Gottes kann er sein Leben verantwortlich gestalten. Bei Christen ist Arbeit und Gebet (ora et labora) eines. Das Leben wird als liturgischer Akt verstanden. Der Mensch ist Mitgestalter der Sch\u00f6pfung. Dadurch wird Geschichte sehr ernst genommen. Als \u201eMitsch\u00f6pfer\u201c ist der Mensch auch irdisch ausgerichtet im Gegensatz zum Islam, der alles Gl\u00fcck und alle Erf\u00fcllung im jenseitigen Paradies sucht. Der technologische Fortschritt ist eine Konsequenz dieses christlichen Gedankens. W\u00e4hrend der Glaube an die Inlibration Gottes im Koran jede Interpretation erschwert, erlaubt die Inkarnation Gottes in Christentum mehr Spielraum f\u00fcr den Menschen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Politik<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Islam:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Islam ist Gottes Wille und Gesetz unver\u00e4nderlich und nicht dem Wandel historischer Bedingungen unterworfen. Vorherbestimmung, Soziale Tradition, Religion und soziales Gesetz sind nat\u00fcrliches Gesetz. An der Spitze des Gemeinwesens stehen der Prophet und das Recht Gottes.\u00a0 Gott ist der einzige Gesetzgeber. Die Menschen k\u00f6nnen nur das g\u00f6ttliche Recht auslegen. Der Staat ist ein &#8220;Organismus der Religion&#8221; (Colpe) und alles ist Gottesdienst. Der Islam (politische Religion) kennt nicht die Trennung\u00a0 (Staat und Kirche) von Lebenssph\u00e4ren\u00a0 wie in Westen: die spirituelle, die soziale, die politische und die wirtschaftliche. Der Islam versteht sich als Korpus und definiert sich \u00fcber Kultur und in der kulturellen Abgrenzung in der Sunna, w\u00e4hrend der Westen sich \u00fcber die Individualit\u00e4t in der Offenheit der Selbstbestimmung definiert. Ein demokratisches Beratungsprinzip kann man aber von der Sure 42,38 ableiten: &#8220;Ihre Angelegenheiten sind in Beratungen untereinander zu erledigen&#8221;.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Christentum:<\/span><\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Kirche definiert sich als eine Art in der Welt zu sein, als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Arten des gesellschaftlichen Aufbaus. &#8220;Ihre Mission ist nicht politischer, \u00f6konomischer oder sozialer, sondern religi\u00f6ser Natur&#8221;. Gaudium et Spes. Die Christen haben auch eine andere Auffassung von Geschichte. F\u00fcr Christen ist der Wandlungsprozess aufgrund der Fleischwerdung und Geschichtswerdung des Logos (Gott) und Lernweg in der Geschichte offen. Der Heilige Geist ist Gottes Fluss in Geschichte und Natur. Positive Gesetze erm\u00f6glichen eher das Wandeln. Im Geist Gottes kann der Mensch sein Leben verantwortlich gestalten.\u00a0 Gott wirkt und handelt in und durch den Menschen. Dem sch\u00f6pferischen Ich im Christentum entspricht das intellektuelle Es im Arabismus. Die Gewissensfreiheit des einzelnen gegen\u00fcber jedem, auch kirchlicher Autorit\u00e4t gegen\u00fcber wurde schon bei Hl. Augustinus als letzte Instanz des Glaubens angesehen. Das kennt der Islam nicht, auch deswegen kennt er keine Trennung vom Staat und Kirche. Der moderne laizistische Staat in Europa gr\u00fcndet auf der christlichen Zwei-Reiche-Lehre. \u201eGebt Gott was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers ist\u201c. Religion kann aber nicht nur als Privatsache gesehen werden. Das Wertesystem des Islam ist aber, nach liberalem muslimischem Denken, in der nomadischen Clangesellschaft eingeschlossen. Eine individualistische Kultur der pers\u00f6nlichen Verantwortung steht einer Schamkultur gegen\u00fcber. So bezieht sich im Westen \u00a0Respekt auf eine individuelle Leistung einer Person. In der nomadischen Gesellschaft bezieht sich Respekt auf ihre Religion und Gruppe. Scham ist nicht individuell, sondern entsteht durch ein \u201eVersagen\u201c gegen\u00fcber der Gruppe. Man verliert das Gesicht, weil\u00a0 man der Gruppe Schande bereitet hat.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>In fr\u00fcheren Jahrhunderten hat sich auch die Kirche in weltliche Dinge zu sehr eingemischt. Staat und Kirche waren damals sehr stark miteinander verbunden. Beide Religionen sind patriarchalisch organisiert.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Widerspruch zwischen Islam\u00a0 und westlicher demokratischer Auffassung<\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>In der Theokratie ist an der Spitze des Gemeinwesens kein K\u00f6nig, sondern Mohammed und das Recht Gottes. Der Staat ist ein &#8220;Organismus der Religion\u201c. Gott ist der einzige Gesetzgeber. Die Menschen k\u00f6nnen nur das g\u00f6ttliche Recht auslegen. Demokratische Elemente sind m\u00f6glich: &#8220;Ihre Angelegenheiten sind in Beratungen untereinander zu erledigen&#8221; (Sure 42,38). Die harigiten (Charidschiten), fr\u00fchere Anh\u00e4nger von Ali behaupten: &#8220;Jeder gerechte und fromme Gl\u00e4ubige kann Kalif werden&#8221;. Hier gr\u00fcndet die &#8220;Dritte Universaltheorie&#8221; Kaddafis (islamische Basisdemokratie).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Islamismus verlangt die Islamisierung von Staat und Gesellschaft, er meint, der &#8220;bessere Weg&#8221;, die bessere Alternative zu westlichen Demokratien und politischen Systemen des Ostens zu sein, da Fortschritt die Probleme nicht gel\u00f6st hat. Wir m\u00fcssen aber zueinander finden. Wenn Religion zur Ideologie wird, kann man mit den Heiligen B\u00fcchern das Gegenteilige beweisen und das Wort Gottes in Widerspruch bringen, sei es in der Bibel oder im Koran. Der Koran sagt einerseits in der Sure 2,257 &#8220;es gibt keinen Zwang im Glauben&#8221;, andererseits gibt es die Todesstrafe f\u00fcr Abtr\u00fcnnige in der Sure 4,91.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Dies ist ein ungleicher Kampf, weil in unserer s\u00e4kularen Gesellschaft Religion als Privatsache betrachtet wird und f\u00fcr Moslems Gesellschaft und Glaube eins sind. Gleichg\u00fcltigkeit auf der einen Seite und aktive Intoleranz auf der anderen f\u00f6rdern Reaktion\u00e4re im Westen. Es gibt keinen selbstkritischen Dialog,\u00a0 man sollte von einem &#8220;Entweder-Oder&#8221; zum &#8220;Sowohl-als-auch&#8221; kommen. Die Wahrheit bzw. Gott ist zu gro\u00df, um nur in einer Religion oder einer Kultur\u00a0 enthalten zu sein bzw. gefangen gehalten zu werden. Die Spuren Gottes sind \u00fcberall zu finden. Es ist eine schon alte Erkenntnis: Wenn ich die Wahrheit besitze, werden die anderen zu L\u00fcgnern. Wenn ich meine Wahrheit als Teil der Wahrheit an sich betrachte, dann werden die anderen zu Br\u00fcdern und Schwestern. Wenn der Islam sich nicht von sich aus \u00f6ffnet, wird er das tun m\u00fcssen durch eine Revolution der Frauen. In Westen kann nicht nur der Glaube an die Wirtschaft und an die Macht des St\u00e4rkeren bestimmend sein. Es gibt auch ethische Forderungen des Islam im Koran (als Offenbarung Gottes), die zu\u00a0 Aggression oder Missdeutungen f\u00fchren k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>&#8211; Gesetz der Vergeltung: Dieses Gesetz wurde fr\u00fcher geschaffen, um der primitiven Privatrache entgegen zu wirken, damit nicht nur das Recht des St\u00e4rkeren Geltung hat und um mehr Rechtssicherheit und Gleichheit zu schaffen. Die Gesetze m\u00fcssen mit der Entwicklung des Menschen Schritt halten.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>&#8211; Diskriminierung der Frau: Der Mann wird gegen\u00fcber Frauen und Kindern bevorzugt. Auch die\u00a0 erlaubte Polygamie des Mannes diskriminiert die Frau. Die M\u00e4nner haben in den Familien die alleinige Verantwortung. Frauen d\u00fcrfen nur reden oder sich in der \u00d6ffentlichkeit zeigen, wenn es ihnen die M\u00e4nner erlauben.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>&#8211; Der Heilige Krieg\u00a0 und die Stellung derer, die in der Verteidigung des Islams sterben und als M\u00e4rtyrer gleich die besten Pl\u00e4tze im Paradies belegen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>&#8211; Das theokratische Verst\u00e4ndnis von Staat: Auch die Scharia (= islamisches Recht) ist mit der Rechtsauffassung des westlichen Welt unvereinbar, weil im Westen Kulturrecht nicht \u00fcber Menschenrecht gestellt werden kann. 1997 wurden In Saudi-Arabien 200 Menschen hingerichtet, weil sie vom Islam zu einer anderen Religion \u00fcbertreten waren. Mord kann mit Tod vergolten werden (2,173); Ehebruch mit Auspeitschung oder Tod durch Steinigung (34,2), Diebstahl durch Handabhacken (5,42) oder Auspeitschung (2,116; 5,92).<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Intoleranz bei Mischehen mit Christen.<\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p>Obwohl die T\u00fcrkei sich dem Westen einerseits ann\u00e4hern m\u00f6chte (keine islamische Verfassung &#8211; Scharia), gibt es dort noch keine Religionsfreiheit, dort gibt es, z. B. nur 2 katholische Kirchen im Botschaftsgel\u00e4nde des Vatikans und Italiens, und ein einziger Priester ist f\u00fcr die T\u00fcrkei zugelassen, obwohl jedes Jahr Hunderte von Imamen zur Betreuung der Moscheen in Deutschland kommen d\u00fcrfen. Nach dem Gesetz wird christliches Missionieren mit 3 Jahren Haft bestraft (vgl. FAZ, 30.12.97). Atat\u00fcrk hat aber die T\u00fcrkei auf den Weg zur Moderne gebracht.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Islam erkennt keine Gegenseitigkeit in den Beziehungen zu Christen und Angeh\u00f6rigen anderer Religionen an. Rechte werden einseitig f\u00fcr sich selbst beansprucht, aber Christen oder Andersgl\u00e4ubigen nicht gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die Muslime k\u00f6nnen, dazu beitragen, dass mit der Zeit diese gro\u00dfe Kultur offener wird und das Individuum einen h\u00f6heren Stellenwert bekommt. Der Westen muss vom Islam die Solidarit\u00e4t lernen, das \u201eWir\u201c. Dadurch kann es zu einer weiteren Entwicklung kommen. Dichter, Frauen und Philosophen sollten im Islam mehr geh\u00f6rt werden. Das kann gesellschaftlich durch eine Art von S\u00e4kularisation, M\u00e4\u00dfigung der Religion gegen\u00fcber den Menschen, liberalem Geist und Wertsch\u00e4tzung der Individualit\u00e4t geschehen.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Dialog zwischen christlicher und islamischer Welt gestaltet sich schwer, weil beide einen Absolutheitsanspruch erheben und der Islam die Weltherrschaft anstrebt. F\u00fcr den Islam ist das Christentum nicht eine andere Religion, sondern dis falsche. Muslime unterstellen Christen, dass sie die Bibel verf\u00e4lscht haben und Christen\/Juden behaupten, dass die Muslime falsch abgeschrieben haben. Mohammed (vgl. Sure 4,171, Sure 5,116) kannte nicht die orthodox-authentisch-christliche Trinit\u00e4tslehre und ging von einer h\u00e4retischen Position aus, die im arabischen Raum herrschte, bei der Maria als G\u00f6ttin angesehen wurde und die Lehre des Heiligen Geistes missverstanden wurde. Wilhelm Maas fragt sich: wie h\u00e4tte sich Mohammed verhalten, wenn er die authentische Lehre des Christentums vor Augen gehabt h\u00e4tte?<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Dialog ist m\u00f6glich auf der Basis des Monotheismus (Sure 4) und der Diakonie (Dienst am Mensch, Sure 5,48).\u00a0 S. H. Nasr\u00a0 erw\u00e4hnt, dass sich jede Religion auf der Erde als die Abspiegelung eines Archetyps manifestiert. Dieser wird sicher von der Kultur tief gepr\u00e4gt, die ihrerseits von Landschaft und Wetter bestimmt wird. Die Kultur in ihrer anthropologischen und soziologischen Entwicklung schafft sich ein Bild von Gott, das seinerseits das Ich bestimmt. Der Gottesbegriff\u00a0 im Islam wird mehr gesehen als der Eine, der Wille und die Kraft, die fern vom Menschen sind (entsprechend dem Vatergott &#8211; die letzte Dimension der Wirklichkeit &#8211; im Christentum) und somit wird der Mensch zum Gottesanbeter (Homo religiosus) reduziert. Im Christentum bleiben der Homo faber, der Homo politicus und der Homo religiosus unabh\u00e4ngig voneinander entsprechend der Vision eines Gottes in der Trinit\u00e4t, wie es der Heilige Augustinus ausdr\u00fcckt: &#8220;Gottvater ist der Wille und die Kraft der Gottheit, Gottsohn ist das Wort, der Intellekt des g\u00f6ttlichen Wesens, der Heilige Geist aber ist die Liebe, das Leben, das Universum, die Weltseele&#8221;. Wenn wir ein wenig mehr von Geographie und Geschichte w\u00fcssten, w\u00fcrden wir mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die anderen und f\u00fcr die eigene Unzul\u00e4nglichkeit haben. Gott ist nicht islamisch oder christlich, so wie der Mensch es nicht sein braucht, um heilig zu sein. Gott ist mehr als Gott, mehr als Allah, und der Mensch gibt sein Menschsein und seine W\u00fcrde auf, wenn er sich auf das Dasein eines konkreten Gl\u00e4ubigen reduzieren l\u00e4sst.\u00a0 Der religi\u00f6se Mensch braucht mehr Spiritualit\u00e4t und weniger Religion (spirituelle Tradition).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Die muslimischen Migranten werden zu einer Hypothek f\u00fcr die Zukunft Europas, da der Islam noch in Gegensatz zu den anderen Religionen eine politische Religion ist und die Menschen nicht nur religi\u00f6s bindet sondern ganzheitlich. Scharia (islamisches Gesetz)\u00a0 und s\u00e4kulares\u00a0 Grundgesetz sind ein Widerspruch an sich.\u00a0 Wenn sie dem Grundgesetz folgen statt der Scharia, dann werden sie zu Apostaten im Bewusstsein der Rechtgl\u00e4ubigen. Dieses Problem wurde in der Geschichte nicht wahrgenommen, solange die Moslems in den jeweiligen Gesellschaften nicht Mehrheit wurden. Wenn das geschieht, tauchen gleich separatistische Bewegungen auf und es entstehen\u00a0 Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfe, weil die Religion die Heimat ist und somit st\u00e4rker als die Nation und die Scharia Bestandteil der Religion ist. Selbst Bassan Tibi sagt:\u201c In den Augen der Muslime besteht die Menschheit aus Kollektiven (das Idealkollektiv der Muslime und die die Kollektive der anderen als Feinde).\u201c \u00a0Die Welt wird eingeteilt in \u201edar-el-islam\u201c Land des Islam oder \u201edar-el-arb\u201c (Land des Krieges).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Mensch ist der Religion \u00fcberliefert, und als Individuum hat er kein Recht, sich mit positiven Rechten institutionell abzusichern, da es das Individuum als autonome Gr\u00f6\u00dfe nicht gibt und es sich nur definiert durch die Gruppe. Diese kollektivistische Daseinsform, wo das Individuum nur im Gef\u00fcge der Gruppe eine Berechtigung hat, blendet bestimmte politische Kr\u00e4fte aus, man wird dem Individuum aber nicht gerecht.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Selbstverst\u00e4ndnis<\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Der Islam versteht sich als Korpus und definiert sich in der kulturellen Abgrenzung in der Sunna (Gemeinschaft). Im Christentum, definiert sich Kirche als eine Art in der Welt zu sein, als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Arten des gesellschaftlichen Aufbaus. In diesem Selbstverst\u00e4ndnis und im Konzept \u00fcber Gott widerspiegeln sich verschiedene Anthropologien und Soziologien, d. h. verschiedene Arten des Seins bzw. des Daseins und der Gesellschaftsformen.<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Bei dieser Darstellung des Islam bezog bzw. beziehe ich mich auf die derzeitige Hauptstr\u00f6mung des Islam, die traditionell ist.\u00a0 Aleviten und eine bestimmte Richtung von Sufis sind darin nicht erfasst. Aleviten sehen im Koran, so wie er weitergegeben wurde, eine Verf\u00e4lschung der Offenbarung. Sie werden von daher von traditionellen Moslems nicht als Moslems anerkannt. Aleviten und Sufis sind islamische Mystiker.<\/em><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>GEMEINSAMKEITEN VON ISLAM UND CHRISTENTUM<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Islam wie Christentum begreifen sich als globale Religionen und f\u00fchlen sich nicht nur f\u00fcr ein Volk, sondern f\u00fcr die ganze Menschheit berufen (d. h. \u201ckatholisch\u201c = allumfassend zu sein).\u00a0 Beide stammen von Abraham ab (Gen 21). Abraham ist auch der Stammvater des Judentums in seinem Sohn Isaak, des Islam im Sohn Ismael und des Christentums in der Begegnung Abrahams mit den drei &#8220;Engel&#8221; (Trinit\u00e4t). Gemeinsam: Glaube an einen Gott, an die Wiederauferstehung, an den J\u00fcngsten Tag, an die Offenbarung Gottes\u2026<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Es gibt eine Entsprechung zwischen der Jungfrau Maria (<strong>Tabula Rasa<\/strong>, <strong>Unbeflecktheit<\/strong>) im Christentum\u00a0 und der Tabula Rasa Mohammeds (soll <strong>Analphabet<\/strong> gewesen sein &#8211; <strong>unbefleckt<\/strong>). Beide bekommen durch das unbefleckte Ohr den g\u00f6ttlichen Logos. &#8220;Im christlichen Sinne ist der Logos Mensch (Jesus-Christus) geworden, im islamischen Sinne ist er Buch (Koran) geworden. Dem Christentum ist der &#8220;inkarnierte Gotteswort&#8221; (= Jesus Christus als fleischgewordener Gott) zu eigen, dem Islam das inlibrierte Gotteswort&#8221; (der Koran ist das Buch gewordene Gotteswort). Die Anh\u00e4nger des Koran hei\u00dfen nicht Mohammedaner, sondern Muslime, weil der Mittelpunkt Gott ist, das gleiche gilt f\u00fcr die Anh\u00e4nger des Evangeliums, die nicht Jesuaner (von Jesus), sondern Christen hei\u00dfen, weil sein Leben sich auf das G\u00f6ttliche (Christus) ausrichtet.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Die neuzeitliche Kultur konnte nur durch die Betonung\u00a0 des Rationalismus und des Intellekts entstehen, der \u00fcber die Araber im Zusammenwirken mit der christlichen Sicht der Seele im Abendland entstand. Der Arabismus f\u00f6rderte unser modernes mathematisch-naturwissenschaftliches (abstrakt-mechanistisches, begriffsm\u00e4\u00dfiges) Denken, eine n\u00fcchterne, materialistische Betrachtung, in der die Phantasie keinen Platz f\u00fcr\u00a0 den Glauben \u00fcbrig l\u00e4sst: Vgl. die Akademie von Gondischapur, gegr\u00fcndet um 350 in Persien und ihr Einfluss auf den Moslem Averroes, der seinerseits die abendl\u00e4ndisch-scholastische Theologie beeinflusste.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>&#8220;Au\u00dfer Allah nur Namen&#8221; (Sure 12,40): Nominalismus (Denkform der modernen Naturwissenschaft: Begriffe sind nur Namen ohne dahinter stehende Wirklichkeit).<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Religi\u00f6se Ideen m\u00fcssen im Zusammenhang mit der gelebten Wirklichkeit der jeweiligen Gesellschaften wahrgenommen werden und dem Wettbewerb der Entwicklung des Menschen in den verschiedenen Kulturen offen stehen.\u00a0 Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Entwicklung einer Kultur sind ihre Visionen \u00fcber Gott und konsequenterweise \u00fcber den Menschen (als gelebte Wirklichkeit) in ihren Bilder (Mythen). F\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis und die Entwicklung des Westens sind die Mythen von Adam und Eva entscheidend, wo durch den Ungehorsamkeit gegen\u00fcber Gott die Entwicklung der Spezies Mensch zu Individuen (Personen) durch die Wachheit der Frau erm\u00f6glicht wurde, parallel dazu der Mythos von Prometheus, der Mensch als Ebenbild Gottes im Judentum und als Gottessohn und Gott im Christentum und einer Art Weltformel in der Trinit\u00e4t, wo der Widerspruch zwischen Monotheismus und Polytheismus, zwischen Geist und Materie, Individuum und Gesellschaft aufgegeben werden.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Was den Menschen zur Entwicklung gebracht hat, war sein Ungehorsam gegen\u00fcber Gott ohne jedoch die Trennung zu vollziehen. Im Moment ist eher die Trennung ersichtlich und somit die Krisis unserer Kultur (Kultur kommt von Kult), der Mensch wird geopfert und verwaist.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Eine weitere Gemeinsamkeit von Islam und moderner westlicher Welt: w\u00e4hrend der Islam den Menschen als reines Objekt sieht und als reinen \u201eDiener Gottes\u201c entseelt, versklavt der Westen seinerseits den Menschen zu einem reinen Objekt als Diener der Dinge, der Wirtschaft.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Ein neuer Humanismus tut Not, eine neue \u00c4ra, wo Vernunft und Glaube zu Momenten des gleichen Prozesses werden gegen Untergang und Obskurantismus, eine \u00c4ra des Ungehorsams gegen\u00fcber der Religion wie in der Vergangenheit der Ungehorsam gegen\u00fcber Gott, aber ohne die Trennung zu vollziehen, damit Utopien und Hoffnungen weiterhin ihren Ort in der Welt finden.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong> <\/strong> In der Gegenwart verkommt der Dialog zwischen Christentum (Westen) und Islam zur Schummelei gut gemeinter Menschen und Institutionen. Unterschiede k\u00f6nnen aber eine Gelegenheit f\u00fcr Selbstentfaltung und zur Selbsterkenntnis werden, so dass man\u00a0 feststellen kann, dass das, was uns trennt die eigene Angst ist und die Einseitigkeit, in der Gott\/Allah und Gottesoffenbarungen als Mittel zum Zweck benutzt werden.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Ant\u00f3nio da Cunha Duarte Justo<\/strong>, Theologe und P\u00e4dagoge, Ethik \/ Islam(1999)<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CHRISTENTUM UND ISLAM &#8211; \u00a0UNTERSCHIEDE Ant\u00f3nio Justo Grundhaltungen Wenn man \u00fcber Unterschiede von zwei Religionen spricht, muss man mit einer Beengtheit der Begrifflichkeit rechnen. Jede Kultur ist eine Landschaft mit entsprechendem Klima und vergleichbaren Biotopen. Der Geist, die Seele einer Kultur ist der Boden, auf dem der Lebenskampf ausgetragen wird. 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